Ein Exoskelett ist eine Stützstruktur, die eine stabile äußere Hülle um einen Organismus bildet. Da es sich bei Insekten, Kieferklauenträger und Krebstieren über Jahrmillionen bewährt hat, ist es nur naheliegend, zu prüfen, ob nicht auch der Mensch durch außenliegende (künstliche) knochenartige Stützstrukturen profitieren könnte. Eine künstliche Stützstruktur alleine wäre aber nicht gerade als eine innovativ anzusehen: Bandagen, Protektoren und ähnliches gibt es ja schon eine ganze Weile und letztendlich macht das bei Geburt mitgelieferte Endoskelett auch keinen schlechten Job. Vollkommen anders sieht die Sache aber aus, wenn die künstliche Stützstruktur um Sensoren, die die vom Menschen eingeleiteten Bewegungen innerhalb des Bruchteils einer Sekunde erfassen und leistungsstarke Antriebseinheiten, die diese dann unterstützen bzw. verstärken, erweitert wird.
Bild: Exoskelett für den Future Force Warrior ein Projekteteil der Future Combat Systems Konzeption der US-Army.
Quelle: Daren Reehl – http://www.army.mil/-images/2007/01/07/1718/
So ließe sich womöglich die Geschwindigkeit, Kraft, Ausdauer und Balance des menschlichen Körpers verbessern. Dies könnte dann Personen, die eine harte körperliche Arbeit ausüben, wie z.B. Soldaten und Sicherheitskräften, aber auch Menschen mit Erkrankungen, wie progressiver Muskeldystrophie (Muskelschwund) oder Lähmungen zugutekommen. Zukunftsmusik? Ganz im Gegenteil! Die ersten Produkte der Unternehmung Berkeley Bionics sind fast marktreif!



